SC Weiche Flensburg 08
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Mit einem Heimsieg in die Winterpause

  Oberliga

„Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen.“ So hatte es Thomas Seeliger, Trainer der Oberliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 II, vor dem Nord-Derby gegen Aufsteiger TSV Friedrichsberg formuliert. Und die Spieler hielten sich daran, besiegten die Schleswiger in einem wenig mitreißenden Spiel 3:0 (1:0).

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mühten sich beide Teams auf tiefem Boden redlich, aber man merkte ihnen nach den zahlreichen Ausfällen die fehlende Spielpraxis an. Der SC erspielte sich gegen den mit einer Fünferkette agierenden Aufsteiger eine Überlegenheit, Großchancen waren gegen die engagierten Gäste jedoch Mangelware. Thomas Carstensens Schuss nach einer Can-Ecke wurde geblockt (8.). Einen 22-Meter-Schlenzer von Marcel Cornils lenkte TSV-Keeper Michael Schmidt mit den Fingerspitzen noch über die Latte (15.).

Die erste gefährliche Toraktion der Friedrichsberger kam eher zufällig zustande, als Saffet Yildirims weiter Schlag in den Strafraum knapp über das Tor ging (17.). Es folgte eine Doppelchance für die Fördestädter: Thomas Carstensen scheiterte, am langen Pfosten stehend, an Schmidt (30.). Nur eine Minute später war Kiesbye nach einem Melfsen-Pass in die Tiefe zu zögerlich im Abschluss (31.). Die größte Chance zur Führung hatten allerdings die Gäste. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte, wurde Harm Ohm freigespielt, der jedoch nicht traf, auch weil er von Davin Thomsen intensiv gestört wurde (41.). TSV-Coach Erik von Lanken meinte: „Da hätten wir in Führung gehen müssen. Und bis dahin ging auch unser Matchplan auf, die Räume eng zu machen und nach vorne einige Nadelstiche zu setzen.“

Etwas überraschend fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff doch noch das 1:0. Ein Cornils-Schuss wurde geblockt, Melfsen steckte für Kiesbye durch und der traf aus zehn Metern. Schöne Geste: Beim Torjubel zeigten die Flensburger das Trikot ihres verletzten Mitspielers Fleming Barth (Kreuzbandriss).

Mit Beginn der zweiten Hälfte sank das ohnehin nicht hohe Niveau noch weiter. Die Hausherren hatten zwar weiterhin mehr Ballbesitz, den sie aber kaum in Offensivaktionen umsetzten. Die Gäste hatten wenig Probleme in der Defensive und spielten auch etwas mutiger nach vorne. Wie in der 57. Minute, als Cedric Nielsen ein Solo startet und erst von Marcel Hill mit leichtem Körperkontakt im eigenen Strafraum gestoppt wurde – die Friedrichsberger reklamierten vehement einen Elfmeter.

Von der laschen Einstellung seiner Akteure war Seeliger nicht sonderlich erbaut, er versuchte immer wieder lautstark von der Seitenlinie, seine Mannschaft zu steuern. Beim 2:0 halfen die Gäste kräftig mit – nach einem Can-Freistoß flutschte TSV-Torhüter Schmidt das Leder durch die Hände, Kiesbye war gedankenschnell und sein Zuspiel köpfte Drews aus drei Metern ins leere Tor (70.). Den Schlusspunkt setzte Kiesbye mit seinem zweiten Treffer. Erneut war die TSV-Abwehr maßgeblich beteiligt. Cornils traf zunächst den Pfosten. Den abprallenden Ball konnten vier Abwehrspieler nicht entscheidend aus dem Fünfmeterraum klären, Kiesbye bugsierte ihn aus einem Spielerknäuel über die Torlinie (80.).

Jonas Heider hätte noch einen Treffer nachlegen können, aber nach einem Konter über Melfsen und Drews schoss er aus acht Metern übers Tor (81.). Trotz der Niederlage war von Lanken mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „Wir haben kaum Zwingendes zugelassen. Die Tore, die überflüssig wie ein Kropf waren, fielen nach dummen individuellen Fehlern. Das ändert aber nichts am verdienten Sieg von Weiche.“ Thomas Seeliger befand: „Es war kein gutes Spiel, aber wir haben geduldig gespielt und letztlich wohl auch verdient gewonnen.“

Bericht aus dem Flensburger Tageblatt vom 4. Dezember 2017, Autor: Wilfried Simon