SC Weiche Flensburg 08
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Erster Heimsieg gegen Lüneburg

  Spielinfo

Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge kam der SC Weiche Flensburg 08 im heimischen Manfred-Werner-Stadion in der Regionalliga Nord am letzten regulären Spieltag des Kalenderjahres 2017 zu einem 2:0-Heimsieg gegen den Lüneburger SK Hansa. Es war im vierten Anlauf der erste „Dreier“ im eigenen Stadion gegen den LSK und zugleich das mittlerweile schon siebente Spiel in Folge ohne Niederlage. Die 556 Zuschauer sahen auf tiefem und rutschigem, doch für die kalt-nassen Witterungsbedingungen ordentlichem Geläuf keine hochklassige, aber umkämpfte Partie. Die Gäste konnten ihre Auswärtsstärke vor allem vor der Pause andeuten, gingen am Ende allerdings leer aus. Unsere Mannschaft konnte bei gleicher Anzahl der Spiele bis auf drei Punkte an den Spitzenreiter Hamburger SV II heranrücken. 

Im Vergleich zum vorherigen Regionalligaspiel vor zwei Wochen an gleicher Stelle (0:0 gegen Hannover 96 II) änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf zweimal. Für Kevin Schulz und René Guder, die zunächst auf der Bank Platz nahmen, liefen Dominic Hartmann und Tim Wulff von Beginn an auf. Relativ früh wechselten Christian Jürgensen, der auf die linke Bahn ging, Jonas Walter, der sich nach hinten links orientierte, und Junior Ebot-Etchi, der zentraler als sonst agierte, die Positionen. In der Schlussphase kam Jannis Pläschke nach mehrmonatiger Verletzungspause zu seinem Comeback. Er war in der Regionalliga zuletzt vor knapp vier Monaten am 3. Spieltag, am 12. August im Heimspiel gegen Havelse (2:1), zum Einsatz gekommen. Zu den weiterhin verletzungsbedingt ausfallenden Finn Wirlmann, Benjamin Safo-Mensah und Nedim Hasanbegovic gesellte sich auch noch der mit Knieschmerzen angeschlagene Fabian Arndt. Außerdem fehlten Tayfun Can und Jannik Drews im Spieltagskader. 

 

Nach gutem Beginn der Gastgeber, die nach einer Aktion an Nico Empen in der Anfangsphase durchaus einen Strafstoß hätten zugesprochen bekommen können (2.), fanden die Lüneburger ins Spiel. Sie hatten plötzlich nach einem Steilpass auf den in abseitsverdächtiger Position lauernden Krottke eine große Chance zum Führungstreffer, die Torhüter Florian Kirschke mit starker Abwehr vereitelte (11.). Auch in der Folge blieben die Niedersachsen die torgefährlichere Elf. Als Krottke von Rechtsaußen ins Zentrum passte, jagte Boettcher das Leder aus 13 Metern über den Kasten (21.), und wenig später konnte Florian Kirschke den harten Ball von Linksaußen von Eden – halb Schuss, halb Eingabe – nur mit Mühe entschärfen (26.). Schließlich hatte noch einmal Krottke eine Möglichkeit, doch den Kopfball nach Flanke von Kunze setzte er am zweiten Pfosten als Aufsetzer neben den Kasten (35.). Zu jenem Zeitpunkt spielten die Schwarz-Weißen unbekümmert und schnell nach vorn. Sie profitierten dabei von zahlreichen Ungenauigkeiten im Spielaufbau der Gastgeber, die zwar mehr Ballbesitz hatten, aber selten bis in Strafraumnähe des Kontrahenten vordrangen. Weiche wirkte verunsichert und produzierte zahlreiche einfache Fehler. Einzig mal ein Antritt von Torge Paetow mit Zuspiel auf Nico Empen, der sich schnell drehte und dann auf halbrechts kurz vor dem Strafraum gelegt wurde, atmete im Spiel des SC mal Klasse. Der folgende Freistoß von Dominic Hartmann aus 21 Metern wurde geblockt (16.). 

Das Bild eines freier aufspielenden Gastes änderte sich erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause. Entscheidenden Anteil daran hatte Ilidio Pastor Santos, von dem am ehesten Zug nach vorn ausging und der nicht zufällig an den ersten beiden Möglichkeiten des Gastgebers beteiligt war. Zunächst suchte er nach Antritt von halblinks in Richtung des Zentrums den Doppelpass mit Tim Wulff, doch den Flachschuss mit Links aus 18 Metern, zentral, parierte Torhüter Springer sicher (37.). Dann löffelte der Brasilianer die Kugel an den Fünfmeterraum, von wo Nico Empen den Ball aber über den Kasten bugsierte (40.). Nun war unsere Mannschaft im Spiel, und sie wurde noch vor der Pause belohnt. Nach einem Foul an Christian Jürgensen im Strafraum verwandelte Dominic Hartmann den Strafstoß zur glücklichen 1:0-Pausenführung (45.). 

Nach dem Seitenwechsel kam die stärkste Phase unserer Mannschaft, die gut 20 Minuten lang das Spiel dominieren konnte. Die besten Möglichkeiten, auf 2:0 zu erhöhen, hatten Patrick Thomsen, der nach Ablage von Christian Jürgensen aus 16 Metern flach knapp rechts verzog (49.), und Christian Jürgensen selbst, der im Fünfmeterraum bei einem wilden Gestochere die Kugel nicht über die Linie bringen konnte (59.). Die Niedersachsen waren damit aber noch nicht geschlagen, und sie meldeten sich mit einem Pfostenknaller von Vobejda, an den Torhüter Florian Kirschke noch mit den Fingerspitzen dran war, aus dem Nichts zurück (67.). Doch als der LSK noch einmal am Ausgleich schnupperte (75.), fiel im sehenswerten Gegenzug die Entscheidung. Dominic Hartmann hatte Nico Empen auf Rechtsaußen eingesetzt und war danach im Zentrum durchgelaufen. Er bekam den feinen Pass in den Lauf, legte auf links zu René Guder rüber, der im Strafraum noch einen Gegenspieler austanzte, ehe er aus vierzehn Metern die Kugel zum 2:0 versenkte (76.). 

Das sollte es eigentlich gewesen sein. Die Gäste mühten sich noch um eine Resultatsverbesserung. Doch zu richtig großen Chancen reichte es nicht mehr. Der gerade eingewechselte Treu setzte die Kugel von Linksaußen mit Gewalt über den Kasten (78.), den abgefälschten Schuss von Vobejda parierte Florian Kirschke souverän (90.+3). Weil auf der Gegenseite auch ein direkter Freistoß von Dominic Hartmann sein Ziel knapp verfehlte (79.), blieb es beim 2:0-Sieg der etwas abgeklärter agierenden Flensburger. 

 

In unserer Mannschaft erwiesen sich neben Schlussmann Florian Kirschke vor allem Ilidio Pastor Santos und Junior Ebot-Etchi als Aktivposten, mit denen Dynamik in das Angriffsspiel kam. Mit einem Tor und einer Torvorlage konnte zudem Dominic Hartmann Pluspunkte sammeln. Bei den Niedersachsen fielen Antreiber Vobejda und – zumindest vor der Pause – Stürmer Krottke besonders auf. 

Nach dem letzten Regelspieltag des Kalenderjahres 2017 sind für die kommende Woche in der Regionalliga Nord noch einige Nachholspiele angesetzt. So steht auch der dritte Versuch im Spielplan, die Partie unseres SC Weiche in Barsinghausen beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder durchzuführen. Ob die für den kommenden Sonnabend, 16.12.2017 (14.00 Uhr), vorgesehene Partie diesmal tatsächlich zustande kommen wird, muss aktuell bezweifelt werden. Bei einem Spielausfall würde es für unsere Mannschaft um Punkte erst Ende Januar 2018 (28.01.2018, 14.00 Uhr) mit dem anderen Nachholspiel, dann beim TSV Havelse, weitergehen. 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Jürgensen (Kap.) – Hartmann, Walter – Pastor Santos, J. Ostermann (65. Guder), Ebot-Etchi – Wulff (77. Pläschke), Empen (86. Sykora). 

Tore: 1:0 Hartmann (45., Strafstoß), 2:0 Guder (76.). 

Zuschauer: 556 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche. 

Schiedsrichter: Simon Rott (TuS Komet Arsten/Bremerhaven), hatte anfangs ein paar Probleme, bekam dann aber die faire Partie in den Griff und verteilte erst in der Schlussphase drei Verwarnungen für die Gäste.  

Die Trainerstimmen: Nach einem Glückwunsch an den Trainerkollegen und den SC Weiche analysierte Gästetrainer Achim Otte auf der Pressekonferenz, dass die Niederlage in die Kategorie „unnötig und überflüssig“ fiele. Er sei richtig angefressen, gab er zu. „Wir hatten in der ersten Halbzeit klare Vorteile und viele Chancen, während Weiche keine echte Chance hatte. Der Torhüter hat Weiche im Spiel gehalten“, so der Trainer. Der unnötige Strafstoß zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt führte dann zum unglücklichen Halbzeitrückstand. Und zum ebenfalls psychologisch ungünstigen Zeitpunkt fiel das 0:2 im Gegenzug, nachdem die eigene Mannschaft eine Ausgleichschance vertan hatte. Die Mannschaft habe sich aber sehr gut präsentiert. Abschließend wünschte der Gästetrainer allen Anwesenden gesunde Weihnachten. 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit entgegnete zunächst dankend auf die Glückwünsche und bestätigte seinen Trainerkollegen in dessen Analyse. „Es war heute kein Feuerwerk, und es war nicht einfach, aber wir wollten unbedingt mit einem Heimsieg das Jahr beenden. Das war enorm wichtig. Es war ein Arbeitssieg. Wir sind glücklich mit 1:0 in Führung gegangen“, so der Trainer, der verriet, dass zwei robuste Stürmer vorn arbeiten sollten, was allerdings nicht so wie erhofft funktioniert habe. Dann sei die Mannschaft gut aus der Halbzeitpause gekommen. Insgesamt sei der Sieg zwar glücklich, aber das störe ihn nicht. Mit dem Jahr 2017, so Daniel Jurgeleit rückblickend, sei er sehr zufrieden. Jetzt gebe es eine vernünftige Weihnachtsfeier, wobei unklar sei, ob in der kommenden Woche noch gespielt werde. Auch den Lüneburgern, die auch hier gezeigt haben, dass sie auswärtsstark sind, wünschte unser Trainer alles Gute.

Traf zum 2:0 Endstand. René Guder