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1:1 - Gerechtes Remis in Todesfelde

  Oberliga

„In der Regel anderthalb Stunden“ benötigt Thomas Seeliger, seit Anfang September Monaten Trainer des SC Weiche Flensburg 08 II, um von seinem Wohnort Norderstedt zu den Übungseinheiten und Heimspielen seines Teams zu kommen. Einen deutlich kürzeren Anreiseweg hatte der 51-Jährige am Sonntag: Zum Auswärtsspiel beim SV Todesfelde fuhr er nur knapp 40 Minuten. „Und ich habe viele bekannte Gesichter wieder gesehen“, freute sich Seeliger, der vor dem Anpfiff die Hände zahlreicher SVT-Verantwortlicher und Zuschauer schüttelte. Vom Januar 2005 bis 2008 hatte Ex-Profi Seeliger seine aktive Karriere in Todesfelde beim SVT ausklingen lassen.

Zum Sportlichen: Die Todesfelder und die Weiche-Reserve, die mit Kevin Schulz eine Leihgabe ihrer Ersten Herren dabei hatte, begegneten sich mit hohem kämpferischem Einsatz und somit vor allem im Mittelfeld. „Klare Torchancen gab es nicht allzu viele“, stellte Seeliger fest. Bemerkenswert war, dass Schiedsrichter Alexander Roppelt den zahlreichen Zweikämpfen zum Trotz komplett ohne Gelbe Karte auskam: Er beließ es bei zahlreichen Ermahnungen und hatte eine großzügige Linie, was Seeliger „ausdrücklich begrüßte“.

Nach zehn ausgeglichenen Minuten erhielten die Gäste ihren ersten Eckstoß, der aber nichts einbrachte. In der 13. Minute gab Luca Sixtus den ersten Torschuss der Hausherren ab. In der Folge sorgten Freistöße von Bento und Sixtus sowie Schüsse von Cedric Szymczak und Morten Liebert für Gefahr im Strafraum der Gäste. Die beiden besten Chancen der ersten Halbzeit besaßen allerdings die Flensburger: Fleming Barth hatte zweimal freie Schussbahn, entschloss sich aber jeweils zu einem Querpass ins Nichts. „In diesen Situationen hätten wir schon in der ersten Halbzeit in Führung gehen können“, befand Seeliger.

Nachdem kurz vor der Pause auch Maximilian Simon Waskow nicht genau genug gezielt hatte, ging die Weiche-Reserve kurz nach dem Seitenwechsel tatsächlich in Front: Einen 16-Meter-Schuss von Cornils konnte SVT-Torwart Danny Schramm zwar reflexartig noch abwehren – allerdings nur nach vorne, woraufhin Barth zum 1:1 einschob. Die Hausherren reagierten mit wütenden Angriffen, die ihnen einen Freistoß durch Szymczak sowie Schusschancen von Emanuel Bento und Sören Gelbrecht einbrachten. Und nur vier Minuten nach dem 0:1 fiel der Ausgleich: Gäste-Keeper Ole Rathmann wollte, als er einen Bell gefangen hatte, das Spiel schnell machen und warf das Spielgerät nach links, wo aber der Todesfelder Sixtus dazwischen ging und aus rund 25 Metern eine Rechtsflanke auf den zweiten Pfosten schlug. Den über die in dieser Szene zu zentral stehenden Flensburger Verteidiger Brian Jungjohann und Jannick Ostermann hinweg fliegenden Ball traf Liebert am langen Eck des Strafraums optimal, so dass er zum 1:1 im Weiche-Gehäuse zappelte.

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit hätten beide Mannschaften noch den Siegtreffer erzielen können. Bento sowie Sixtus mit zwei weiteren Freistößen zielten dabei für die Heim-Elf nicht genau genug. Gleiches galt auf der Gegenseite für Jungjohann. Nach dem 1:1 strahlte am Ende nicht nur die Sonne (21 Grad wurden an der Todesfelder Dorfstraße gemessen), sondern auch die Verantwortlichen beider Teams. Seeliger sprach ebenso wie SVT-Co-Trainer David Meuser und -Torwart-Trainer Andre Friedrichs, die den verhinderten Chefcoach Sven Tramm vertraten, von einem „gerechten Remis“. Allerdings brachte Seeliger noch seinen Ärger über den schnellen Ausgleich zum Ausdruck: „Da haben wir unsere Führung zu leichtfertig hergegeben“, haderte der 51-Jährige, ehe er sich noch an der „traditionellen dritten Halbzeit“, zu der in Todesfelde laute Musik und nette Unterhaltungen gehören, beteiligte.

Bericht aus der "Nord Sport" vom 16. Oktober 2017