SC Weiche Flensburg 08
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Spiel gedreht – der erste Dreier!

  Spielinfo

Nun hat es mit dem ersten Saisonsieg geklappt! Am 3. Spieltag schlug der SC Weiche Flensburg 08 im zweiten Heimspiel den verlustpunktfrei angereisten TSV Havelse mit 2:1, drehte dabei den 0:1-Pausenrückstand dank einer starken Energieleistung zum ersten Regionalligasieg des neuen SC Weiche 08. Vor 512 Zuschauern, die trotz des regnerischen typisch norddeutschen Schmuddelwetters ins Manfred-Werner-Stadion gekommen und in der zweiten Halbzeit auch zumindest phasenweise begeistert waren, zeigte unsere Mannschaft in dem insgesamt sehr ordentlichen Viertligaspiel nach dem Seitenwechsel ihre bislang beste Halbzeit in dieser Saison. Sie verdiente sich damit den erst zweiten Heimsieg gegen den TSV Havelse im sechsten Duell, während sich die Garbsener zumindest vor der Pause als spielerisch sehr starke Equipe präsentieren konnten. 

Neben den Langzeitverletzten Kevin Schulz und Finn Wirlmann waren auch der noch nicht spielberechtigte Neuzugang Dominic Hartmann – in der vergangenen Woche aus Hildesheim nach Flensburg gewechselt – sowie Florian Meyer und Hendrik Ostermann nicht im 18er Kader. Trainer Daniel Jurgeleit vertraute der Startelf, die schon vor einer Woche in Hannover (1:1) begonnen hatte. Der spät eingewechselte Tayfun Can kam zu seinem Saisondebüt. 

Nach offenem Beginn zeigten die Gäste gleich ihre Stärken. Mit schnellem Kurzpassspiel wurde die Flensburger Defensive auseinandergenommen. Den Auftakt machte Gökdemir, der nach starkem Zuspiel von Kyereh auf der rechten Seite und Schwenk nach innen den aufmerksamen SC-Torhüter Florian Kirschke mit einem Flachschuss aus 13 Metern zur Parade zwang (3.). Wenig später war es aber nach ähnlichem Muster passiert: Der anfangs sehr auffällige Kyereh hatte erneut auf rechts Merkens in Szene gesetzt, der passte zurück auf Gökdemir, dessen Flachschuss diesmal für Florian Kirschke unerreichbar war: 0:1 (9.). Hatten die Gäste Platz, konnten sie mit ihrem Kurzpassspiel immer wieder für Gefahrenmomente sorgen. 

Zwar tat sich unsere Mannschaft schwer, aber sie blieb trotz des Rückstandes ruhig. Schon früh wurde Junior Ebot-Etchi von der rechten Bahn in die Spitze beordert, um Nico Empen zu unterstützen. Noch vor dem Seitenwechsel kam mit Tim Wulff für Fiete Sykora sogar eine dritte echte Spitze. 

Trotz offensiver Ausrichtung dauerte es etwas, ehe sich Weiche in der gegnerischen Spielfeldhälfte bemerkbar machen konnte. Jonas Walter sorgte mit einem direkt getretenen Freistoß von der rechten Seite dann auch für eine erste Torannäherung (25.). Danach lag der Ball nach einem von Patrick Thomsen auf Nico Empen durchgesteckten Pass tatsächlich im Kasten von TSV-Torhüter Jensen, aber die Fahne des Schiedsrichterassistenten ging wegen einer Abseitsstellung hoch (35.). Die Garbsener wiederum blieben nicht inaktiv. Einen Überzahlangriff konnte Rizzo, der in der vergangenen Saison zwölfmal für Absteiger Lupo Martini Wolfsburg getroffen hatte, nicht besonders klug ausspielen; er zog aus 20 Metern ab und verfehlte das Ziel (37.). Die letzten fünf Minuten vor der Pause gehörten dann unserer Mannschaft. Jannis Pläschke scheiterte aber nach Ablage des gerade eingewechselten Tim Wulff an Torhüter Jensen (42.), kam dann aus günstiger Position nicht zum Abschluss (43.). Doch diese Aktionen machten Mut und Lust auf mehr. 

So begann unsere Elf die zweite Halbzeit auch mit viel Elan. Und sie wurde früh belohnt. Ilidio Pastor Santos hatte sich über links durchgesetzt, seine Flanke hatte Jannis Pläschke auf der rechten Seite direkt genommen, Torhüter Jensen parierte stark, doch den Abpraller versenkte Tim Wulff gedankenschnell zum 1:1-Ausgleich ins Netz (49.). Und der Gastgeber blieb am Drücker. Wieder flankte Ilidio Pastor Santos von links, Jannis Pläschke nahm die Kugel direkt, Torhüter Jensen parierte (54.). Zwar nahm die Qualität der Chancen in der Folgezeit etwas ab, aber das druckvolle Spiel unserer Mannschaft konnte die Zuschauer begeistern. So traf Patrick Thomsen den Ball aus der zweiten Reihe nicht voll, verfehlte mit links aus 20 Metern das Ziel (66.). Doch das energische, bissige Auftreten wurde noch belohnt. Einen Freistoß von der rechten Seite schlug Jonas Walter diesmal nicht in das Spielergetümmel, sondern überraschend flach quer auf Torge Paetow, der aus 14 Metern die Kugel direkt in das Dreiangel setzte – es folgte Riesenjubel über den mittlerweile verdienten 2:1-Führungstreffer (70.). 

Unsere Mannschaft hatte die Partie gedreht, und sie spielte weiter nach vorn. Nedim Hasanbegovic hatte zweimal nach Eingaben von Jonas Walter Kopfballchancen, traf erst nach einem Eckball den Kasten nicht (81.), scheiterte dann nach einem Freistoß am stark parierenden Jensen (85.). Der Torhüter aus Havelse war auch zur Stelle, als Tayfun Can nach Pass des ebenfalls eingewechselten Fabian Arndt abschloss (90.), und er musste nicht eingreifen, als mit dem Schlusspfiff Tim Wulff das Tor verfehlte (90.+3). 

Havelse kam in der zweiten Halbzeit nicht mehr wie gewünscht zum Zuge. Die Gäste konnten zwar immer wieder mal andeuten, dass sie mit ihren wieselflinken „Dribbelmäusen“ (Trainer Christian Benbennek) und schnellen Kurzpässen zu den spielerisch besten Mannschaften der Liga zählen. Weil aber unsere Elf nun mit viel Willen und Elan in die Zweikämpfe ging, gab es für den TSV kaum noch Gelegenheiten. Kyereh zwang bei einem Freistoß Torhüter Florian Kirschke mal zur Faustabwehr (64.), und Fölster setzte seinen Abschluss über den Kasten (90.+2). So blieb es beim knappen, allerdings verdienten 2:1-Sieg der Gastgeber. 

Aus unserer sich steigernden und geschlossen auftretenden Mannschaft verdienten sich Torge Paetow, Patrick Thomsen und Jannis Pläschke noch besonders gute Noten. Bei den Gästen fielen defensiv vor allem Torhüter Jensen und Kapitän Holm sowie offensiv Torschütze Gökdemir auf. 

Bevor es in der Regionalliga mit dem Auswärtsspiel am Sonntag (20.08.17, 15.00 Uhr) beim Lüneburger SK Hansa weitergeht, steht noch das wichtige Landespokal-Viertelfinalspiel beim Ligarivalen VfB Lübeck an. Dazu ist unsere Mannschaft am Mittwochabend (16.08.17) ab 19.30 Uhr auf der Lohmühle zu Gast. Der Ex-Zweitligist hat die letzten drei Duelle gegen Weiche gewonnen, siegte zunächst im Endspiel im Mai 2016 an gleicher Stelle mit 2:1, dann in der vergangenen Saison um Regionalligapunkte zweimal mit 2:0. Es wird also mal wieder Zeit, den Bock umzustoßen. 

Weiche: Kirschke – Paetow, Walter, Jürgensen (Kap.) – Hasanbegovic, Thomsen (V) – Ebot-Etchi, Pläschke (82. Arndt), Sykora (41. Wulff/V), Pastor Santos – Empen (88. Can/V). 
Tore: 0:1 Gökdemir (9.), 1:1 Wulff (49.), 2:1 Paetow (70.). 
Zuschauer: 512 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche. 
Schiedsrichter: Simon Rott (TuS Komet Arsten), behielt auch in kniffligen Situationen die Ruhe und leitete in der Summe sehr ordentlich, wobei er tendenziell eher etwas kleinlicher pfiff. 

Die Trainerstimmen:Gäste-Trainer Christian Benbennek sprach von einem verdienten Sieg der Gastgeber. Vor der Partie habe man zwar die Innenverteidigung ersetzen müssen, aber daran habe es nicht gelegen. Die 1:0-Führung sei auch nicht unverdient gewesen. Doch während man in den beiden vorherigen Spielen selbst einen Rückstand gedreht hatte, konnte man hier die Führung nicht halten. Man sei nicht so in Ballbesitz gekommen wie erhofft, um die Stärken der „Dribbelmäuse“ einzusetzen. Man habe bei den Flensburgern am Zweikampfverhalten gesehen, dass Weiche unbedingt wollte. Im nächsten Heimspiel wolle man die Niederlage wieder geradebiegen. Abschließend wünschte Christian Benbennek den Gastgebern alles Gute für die weitere Saison.
Unser Trainer Daniel Jurgeleit bedankte sich zunächst für die Glückwünsche. Es sei ein sehr anstrengendes Spiel gewesen gegen einen Kontrahenten, „der wunderbar Fußball spielen kann“. Die Situation vor dem Spiel sei nicht einfach gewesen. Dennoch habe man eigentlich ganz gut angefangen. Doch wenn man den Gegner spielen lässt, läuft man halt hinterher. Die Mannschaft habe sich aber reingearbeitet; das Zustellen klappte besser, die Zahl der Abspielfehler nahm ab. Auch für das Pokalspiel am Mittwoch sei der ungemein hart erkämpfte Sieg sehr wichtig. Jetzt habe sich seine Mannschaft in den drei Spielen gesteigert und damit nicht unverdient gewonnen.Gefragt nach der frühen Auswechslung von Fiete Sykora antwortete der Trainer, dass Fiete nicht angeschlagen war. Wir bekamen keine zweiten Bälle und mussten irgendwie etwas tun, und es war – nicht wegen Fiete – eine gute Entscheidung, früh zu wechseln.

Tim Wulff erzielte kurz nach der Pause den wichtigen Ausgleich zum 1:1