SC Weiche Flensburg 08
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Zwei Stunden Pokalkampf mit glücklichem Ende

  Spielinfo

Seinen ersten Pflichtspielauftritt hat der SC Weiche Flensburg 08 erfolgreich, wenn auch nicht mit Bravour gemeistert. Im Landespokal-Achtelfinale musste unsere sicherlich leicht favorisierte Mannschaft gegen den Vorjahresfinalisten und diesjährigen DFB-Pokalteilnehmer SV Eichede nach torlosen 120 Minuten in das Elfmeterschießen, doch die Lotterie vom Punkt entschieden dann die Jungs von Trainer Daniel Jurgeleit mit 4:1 überraschend souverän für sich. In den zwei Stunden Pokalkampf zuvor, der zumindest zeitweise packende Züge in sich trug, war indes ein Klassenunterschied zwischen unserer Regionalliga-Elf und dem Oberligisten kaum sichtbar geworden. Angesichts der Chancenvorteile ist das Weiterkommen sicherlich als verdient zu bezeichnen, wenngleich sich der Gastgeber viel Respekt und Anerkennung verdienen konnte und die Entscheidung vom Punkt letztlich auch immer etwas Glückssache ist. Rund 170 Zuschauer im Elmenhorster Ortsteil Fischbek – darunter auch ca. 30 Flensburger – mussten ihr Kommen angesichts der spannenden Partie jedenfalls nicht bereuen. Im Viertelfinale wird es allerdings für unsere Elf nicht leichter, wartet doch dort ein Auswärtsspiel beim Regionalliga-Rivalen VfB Lübeck.Trainer Daniel Jurgeleit hatte die Qual der Wahl, da mit Kevin Schulz und Finn Wirlmann nur zwei verletzte Spieler nicht zur Verfügung standen. Die nicht für den 18er Tageskader nominierten Florian Meyer und Hendrik Ostermann – beide noch mit leichtem Praxisrückstand – drehten so vorneweg ihre Runden. In der Startformation standen mit Torge Paetow, Junior Ebot-Etchi und Nico Empen gleich alle drei Neuzugänge.Die ersten 45 Minuten stellten sich insgesamt noch als abwartendes Taktieren und Agieren mit nur wenigen Höhepunkten dar. Unsere Mannschaft hatte anfangs deutliche Probleme, sich aus der „offensiven Verteidigung“ der Gastgeber zu befreien. Oft suchte Torhüter Florian Kirschke vergeblich nach Anspielstationen und unsere Mannschaften nach Lösungen, um den Spielaufbau betreiben zu können. Als Weiche dann Mitte der ersten Halbzeit etwas mehr Kontrolle in die Partie bekam, lag auch mal ein Treffer in der Luft. Eine Flanke von Fiete Sykora von links verpasste Patrick Thomsen im Zentrum nur haarscharf (28.), und Nico Empen köpfte nach Eckball von Jonas Walter knapp über das Tor (38.). Anfangs hatte Junior Ebot-Etchi das Leder aus gut 20 Metern über den Kasten gesetzt (5.). So hatte die beste Torchance vor der Pause tatsächlich der eigentlich im gut 14 km entfernten Eichede beheimatete Gastgeber, als plötzlich Tarim frei vor Torhüter Florian Kirschke auftauchte, der jedoch mit Fußabwehr großartig parierte; der Abpraller landete dann in Flensburger Reihen (34.). So ging es ohne Tore zum Pausentee.Nach dem ersten Seitenwechsel wurde es gleich weitaus lebhafter, zumal sich nun die erwarteten Rollen deutlicher zeigten: da der anrennende Gast, der sich Chance auf Chance erspielte, dort der zweikampfstark und äußerst engagiert verteidigende Vorjahresabsteiger, der immer wieder versuchte, über Grant und Tarim Nadelstiche zu setzen. Weiche drehte an der Temposchraube und kam zu Möglichkeiten. Allein für Nico Empen war der gegnerische Kasten zweimal zu niedrig; er setzte die Bälle aus guter Position – erst nach Freistoß Jonas Walter und Kopfballverlängerung von Christian Jürgensen (49.), dann nach Eckball von Jonas Walter per Kopf (54.) – jeweils über die Latte. Auf der Gegenseite hatte der auffällige Tarim zwei gute Möglichkeiten, scheiterte erst mit 18-m-Flachschuss an Florian Kirschke (51.), köpfte dann über das Tor (56.). Grant fand ebenfalls erst im SC-Torhüter seinen Meister (59.) und setzte dann einen Schuss am Ende eines Konters zu hoch an (66.). Auf Flensburger Seite brachten Fiete Sykora (scheiterte an Torhüter Barkmann, 62.) und Jannis Pläschke (wurde noch im letzten Moment geblockt, 68.) die Kugel nicht im Kasten unter. In jener Phase hatte die Partie für die Zuschauer einen hohen Unterhaltungswert, ging es doch hin und her.In der Schlussphase spielte dann nur noch Weiche, doch der eingewechselte Fabian Arndt scheiterte nach Vorarbeit von Junior Ebot-Etchi ebenso am inzwischen besten Mann auf dem Platz, dem SVE-Torhüter Barkmann (80.), wie in beinahe identischer Szene wenig später auch Christian Jürgensen (83.). So blieb es torlos nach 90 Minuten, wobei die zweite Halbzeit zumindest phasenweise ein packendes Pokalspiel bot.In der fälligen Verlängerung wurden die Torchancen wieder rarer. Eichede kämpfte verbissen gegen die spielerische Übermacht, machte defensiv Meter um Meter, hatte aber in den 30 Zusatzminuten nur noch eine eigene Gelegenheit, als Tarim den Kasten nicht traf (101.). Auf der Gegenseite merkte man unserer Mannschaft an, dass sie die Entscheidung vor der Elfmeter-Lotterie wollte. Doch Torhüter Barkmann vereitelte nochmals Chancen von Nico Empen nach Pass von Fabian Arndt (99.), Christian Jürgensen per Kopf nach Eckball von Jonas Walter (112.) und Patrick Thomsen nach Freistoß von Jonas Walter (116.). Zudem verfehlte Nico Empen nach Vorarbeit von Fiete Sykora noch einmal den gegnerischen Kasten (115.). Die Flensburger verzweifelten schon, zumal sie es mit dem Passspiel im gegnerischen Strafraum auch übertrieben und nicht konsequent den Abschluss suchten.So musste das Schießen vom Punkt die Entscheidung bringen. Und hier behielten unsere Schützen ausnahmslos die Nerven. Jonas Walter (0:1), Christian Jürgensen (1:2), Fiete Sykora (1:3) und Patrick Thomsen (1:4) ließen dem starken SVE-Torhüter Barkmann keine Abwehrchance. Dagegen setzte Kapitän Maltzahn den zweiten Schuss seiner Elf an die Querlatte, und den Schuss von Al Tamemy hielt Florian Kirschke.Der Gastgeber überzeugte mit taktisch, läuferisch und kämpferisch starker Vorstellung. Neben Torhüter Barkmann fielen vor allem der bissige Kapitän Maltzahn, Innenverteidiger Wurr, der rechte Außenläufer Kleine sowie Angreifer Tarim auf. Auf Flensburger Seite konnten sich mit Torhüter Florian Kirschke sowie Jonas Walter und Torge Paetow vor allem Defensivspieler gute Noten verdienen.Bevor es in der Regionalliga in 14 Tagen (Sa., 29.07.17, 13.30 Uhr, Manfred-Werner-Stadion) mit dem Auftaktspiel daheim gegen den FC St. Pauli II losgehen wird, hat unsere Mannschaft voraussichtlich noch zwei Gelegenheiten, gegen starke Kontrahenten den Ernstfall zu proben. Bereits am kommenden Dienstag (18.07.17, 19.30 Uhr) soll beim dänischen Verein Kolding IF getestet werden, ehe am Sonntag (23.07.17, 14.00 Uhr) im heimischen Manfred-Werner-Stadion im Duell der aktuell beiden besten Mannschaften Schleswig-Holsteins die Generalprobe gegen den Zweitligaaufsteiger Holstein Kiel steigt.Weiche: Kirschke – Paetow (V), Walter, Jürgensen (Kap.) – Thomsen (V), Hasanbegovic (V/91. J. Ostermann) – Ebot-Etchi, Pläschke (79. Arndt), Sykora, Ilidio – Empen (V).Tore: keine.Elfmeterschießen: 0:1 Walter; 1:1 Krajinovic; 1:2 Jürgensen; Maltzahn verschossen (Latte); 1:3 Sykora; Al Tamemy gehalten von Kirschke; 1:4 Thomsen.Zuschauer: 170 in Elmenhorst-Fischbek, Lohe, darunter rund 30 Flensburger Fans.Schiedsrichter: Timo Winkel (TSV Flintbek), machte in dem nicht leicht zu leitenden Spiel – mit 4:4 Verwarnungen – keine spielentscheidenden Fehler, hatte allerdings reichlich zu tun und lag mit seinen Entscheidungen nicht immer richtig.

Um diesen Pokal geht es!