ETSV WEICHE FLENSBURG 1930 e.V.
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Vizemeisterschaft perfekt!

  Spielinfo

Der ETSV Weiche Flensburg hat seinen zweiten Matchball verwandeln können. Nach dem 1:0-Heimsieg vom Freitagabend vor immerhin 508 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion gegen die U23 des FC St. Pauli ist der Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit die Vizemeisterschaft der Regionalliga Nord nicht mehr zu nehmen. Für den Flensburger Fußball und den ETSV ist das fraglos ein großartiger Erfolg, wohl sogar der größte in der Vereinsgeschichte. In der fünften Viertliga-Saison hat sich Weiche nach den Plätzen 7, 6, 5 und 3 damit erneut verbessert – eine phantastische, kaum genug zu würdigende Leistung!

Fünf Tage nach der 1:3-Niederlage von Egestorf rotierten vier Spieler neu in die Startelf. Für Angelos Argyris, Jannick Ostermann, Ilidio Pastor Santos und René Guder begannen diesmal die vormals „Gelb“-gesperrten Patrick Thomsen und Fabian Arndt sowie der etatmäßige Kapitän Marc Böhnke und Tayfun Can.

Die von beiden Seiten intensiv geführte Partie hatte vor dem Seitenwechsel nur wenige Höhepunkte zu bieten. Mit der ersten torgefährlichen Aktion ging der Gastgeber gleich in Führung: Fiete Sykora hatte in seiner unnachahmlichen Art einen Ball am Strafraum herrlich auf Christian Jürgensen durchgesteckt, dieser blieb an Torhüter Brodersen zunächst zwar hängen, doch das Leder fiel Fabian Arndt vor die Füße, der die Nerven behielt und zum frühen 1:0-Führungstreffer einnetzte (11.).

Die Führung hätte Weiche eigentlich in die Karten spielen sollen. Nur wenig später musste Tayfun Can angeschlagen schon vom Platz (19.). Für ihn kam René Guder, der in die Sturmspitze ging. Aber der FC St. Pauli II zeigte sich von alledem wenig beeindruckt. In der insgesamt allerdings ereignisarmen ersten Halbzeit zeigten die Hamburger ein technisch solides Mittelfeldspiel, allerdings ohne zwingend im Strafraum auch zum Abschluss zu kommen. Sie wirkten etwas agiler, auch ballsicher und technisch gut ausgebildet. So ging bei Flensburger Ballbesitz die Kugel in aller Regel relativ schnell wieder verloren. Jedenfalls kam unsere Mannschaft selten richtig zum Zuge und vor der Pause zu keinem weiteren Abschluss. Dafür stand die Defensive mit einem enorm zweikampfstarken Leon Pascal Kroiß recht sicher. So war auf Paulianer Seite ebenfalls lediglich eine gefährliche Eingabe von Kunze von der rechten Seite notierenswert, bei der jedoch ETSV-Torhüter Florian Kirschke rechtzeitig am Boden war und den Ball unter sich begrub (33.).

Nach dem Seitenwechsel wurde es etwas lebhafter, wobei unsere Mannschaft anfangs auch etwas mehr Zugriff auf die Partie bekam. So senkte sich eine Freistoßflanke von Jonas Walter von Rechtsaußen noch gefährlich am langen Toreck (46.). Danach aber mühte sich der Gast wieder um mehr Aktionen. Ein direkter Freistoß von Park bereitete Florian Kirschke keinerlei Probleme (49.), und der auffällig agierende Kapitän Schneider zielte von halblinks aus spitzem Winkel am Kasten vorbei (59.). Zwischenzeitlich hatte Weiche dann noch zwei gute Möglichkeiten. Erst fand die Eingabe von René Guder, der sich auf Rechts gegen Park energisch durchgesetzt hatte, keinen Abnehmer (66.), dann scheiterte Nedim Hasanbegovic bei der besten Chance nach Freistoß von Jonas Walter und Kopfballverlängerung von Fiete Sykora aus fünf Metern am Pauli-Schlussmann Brodersen (68.). Noch einmal hatte unsere Elf die Möglichkeit zur Vorentscheidung, als der eingewechselte Angelos Argyris René Guder schickte, dieser seine Schnelligkeit ausspielte, sein Abschluss aus halblinker Position aber beinahe im rechten Seitenaus gelandet wäre (78.). Aus dieser vertanenen Chance entwickelte sich die beste Möglichkeit des Gastes zum – zumindest gemessen an den Spielanteilen – durchaus verdienten Ausgleich. Der erst eingewechselte Empen, der seine Gefährlichkeit mehrfach andeuten konnte, jagte die Kugel aus halblinker Position mit Gewalt über den Kasten (78.). So durfte unsere Mannschaft noch eine gute Viertelstunde ordentlich gegenhalten und kämpfen. In der Schlussphase warfen die St. Paulianer alles nach vorn, in der Summe aber kamen sie nur selten zum Abschluss.

Während Gästetrainer Philipkowski anschließend dementsprechend die eigene Harmlosigkeit im Angriff monierte und Nachteile im Kopfballspiel sah – 80 Prozent der Kopfballduelle seien an die Flensburger gegangen –, zeigte sich Weiche-Trainer Daniel Jurgeleit mit Leistung und Resultat zufrieden. Es sei ein intensives Spiel mit hoher Laufbereitschaft gewesen, wobei die Mannschaft gewillt gewesen sei, nach der Niederlage von Egestorf in die Erfolgsspur unbedingt zurückzukehren.

Bei unserer Mannschaft konnten sich die beiden Außenverteidiger die besten Noten verdienen. Leon Pascal Kroiß zeigte auf rechts eine sehr konzentrierte und starke Leistung, war im Zweikampf kaum zu bezwingen. Hinten links erledigte Christian Jürgensen wie gewohnt einen starken Job. Auch Torhüter Florian Kirschke hinterließ einen souveränen Eindruck. Bei den Gästen waren neben dem Angreifer Schneider und dem zu spät eingewechselten Sturmpartner Empen vor allem die „Mittelfeldarbeiter“ Avevor und Neudecker besonders auffällig.

Zum letzten Saisonauswärtsspiel reist unsere Mannschaft am Sonnabend kommender Woche (13.05.17, 14 Uhr) zum Landesderby an die Lübecker Lohmühle. Die Partie bezieht trotz bereits geklärter Tabellenlage einen hohen Reiz aus dem Prestige-Duell zwischen der schleswig-holsteinischen Nr. 2 und der Nr. 3. Die letzten beiden Partien gewann der VfB Lübeck. Dabei schmerzte sowohl die 1:2-Pokalfinalniederlage vom Mai 2016 als auch die 0:2-Heimniederlage aus dem Hinspiel vom November vergangenen Jahres. Die Jurgeleit-Elf dürfte heiß auf eine Revanche sein.

Weiche: Kirschke – Kroiß (V), Walter, Jürgensen (V) – Thomsen, Hasanbegovic (V/73. Argyris) – Pläschke, Can (19. Guder/V), Böhnke (Kap.) – Arndt (83. Thiago), Sykora.

Tor: 1:0 Arndt (11.).

Zuschauer: 508 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Stefan Zielsdorf (Hülsen-Westerloh), hatte in der intensiven Partie mit zuweilen erhitzten Hamburger Gemütern zu kämpfen, verteilte sechsmal „Gelb“, davon viermal für die Gastgeber, insgesamt aber ohne größere Fehler.

Fabian Arndt erzielte das Tor des Abends!