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Geglückte Revanche gegen Lüneburg

  Spielinfo

Mit einem etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 1:0-Auswärtssieg hat unser ETSV Weiche einen erfolgreichen Auftakt in die kleine Serie von drei aufeinanderfolgenden Partien in der Fremde hingelegt. In der Nachholbegegnung des 20. Spieltages am frühen Mittwochabend vor 310 Zuschauern beim Lüneburger SK Hansa siegte unsere Elf im Bardowicker Dauernieselregen unter dem Jubel der ca. 15 Flensburger Anhänger durch einen Kopfballtreffer von Christian Jürgensen mit 1:0 (0:0). Damit gelang dem seit nunmehr schon neun Spielen ungeschlagenen ETSV nicht nur die Revanche für die ärgerliche 0:1-Hinspielniederlage, sondern auch im sechsten Anlauf der erste Sieg gegen den LSK überhaupt. Vier Tage vor dem schweren Auswärtsspiel am Sonntag beim unmittelbaren Verfolger TSV Havelse zeigte sich unsere Mannschaft für das Spitzenspiel im Kampf um Platz zwei jedenfalls gewappnet.

Diesmal hatte Trainer Daniel Jurgeleit die Mannschaft kräftig durcheinandergewirbelt. Immerhin vier Akteure rotierten im Vergleich zum Spiel vor drei Tagen gegen Braunschweig II (2:2) neu in die Startelf. Christian Jürgensen, der auch die Kapitänsbinde übernahm, erstmals Tayfun Can, Thiago Schmidel de Freitas und Tim Wulff liefen für Leon Pascal Kroiß, Fiete Sykora, den etatmäßigen Kapitän Marc Böhnke und Fabian Arndt von Beginn an auf. René Guder besetzte die rechte Außenbahn, sodass Ilidio Pastor Santos nach links rückte. In der Defensive wechselte auch Angelos Argyris die Seite. Kurzfristig fiel Spielmacher Fiete Sykora, der dennoch vor Ort war, angeschlagen aus.

Die Partie begann mit Vorteilen auf Flensburger Seite. Unsere Mannschaft kam gut ins Spiel, kontrollierte das Geschehen, zeigte auch den technisch besseren Fußball, mit hohen Ballbesitzanteilen und Dominanz vor allem im Mittelfeld. Allerdings brachte sie zunächst kaum Torgefahr zustande. Das sah auf der Gegenseite jedoch nicht anders auf. Nach optischen Vorteilen für die Gäste verzeichneten die Lüneburger nach etwas mehr als einer halben Stunde den ersten Torabschluss, der allerdings den Kasten von Florian Kirschke weit verfehlte (32.). Danach wurde unsere Mannschaft optisch wieder etwas stärker, doch die Möglichkeiten waren nicht wirklich zwingend. Eine Flanke von René Guder von rechts sorgte bei LSK-Torhüter Springer für einige Schwierigkeiten (34.), der 20-m-Flachschuss von Tayfun Can – vor der Pause oft Dreh- und Angelpunkt im Gäste-Spiel – wurde ebenso noch zum Eckstoß abgefälscht (35.) wie der Freistoß von Jonas Walter von halbrechts (39.), und ein Geschoss von Christian Jürgensen von der linken Strafraumkante verfehlte das Ziel (43.). So ging eine insgesamt eher ereignisarme, unspektakuläre erste Hälfte ohne Treffer über die Bühne.

Unverändert nahmen beide Mannschaften die zweiten 45 Minuten in Angriff. Unsere Elf hatte mit einem Freistoß von der linken Seite, getreten von Tayfun Can, die erste Torannäherung (48.), ehe der LSK zunehmend das Zepter übernahm und nachfolgend seine beste Phase hatte. Die Flanke von Isitan von der linken Seite fand noch keinen Abnehmer (53.), dann war Florian Kirschke bei der ersten „echten“ Torchance rechtzeitig unten abgetaucht, als er den Schuss des immer auffälliger werdenden Claus von halblinks aus Nahdistanz aufs kurze Eck entschärfte (59.). Und bei einer folgenden Eckballszene mit großer Spielertraube vor dem ETSV-Kasten hatte unsere Mannschaft dann mit einer Glanzparade von Florian Kirschke und der Rettungstat von Tim Wulff auf der eigenen Torlinie zweimal binnen weniger Sekunden Können und Dusel erfolgreich zusammengebracht (60.).

Nachdem diese Szenen mit Erfolg überstanden waren, hielten die Gäste das Geschehen wieder weiter vom eigenen Kasten entfernt. Eine Direktabnahme von Patrick Thomsen nach Flanke von René Guder verfehlte das Ziel noch deutlich (76.). Aber dann war Christian Jürgensen zur Stelle. Er köpfte die Flanke von Patrick Thomsen von der linken Seite gegen die Laufrichtung von Torhüter Springer, der vom in den Ball laufenden Nedim Hasanbegovic vielleicht sogar noch etwas irritiert wurde. Die Kugel war jedenfalls drin, die Gäste führten endlich (78.).

In den Schlussminuten versuchten die Heimischen, alles nach vorn zu werfen. Doch die größte Chance hatte zunächst auf der Gegenseite der eingewechselte Fabian Arndt, der vor Torhüter Springer auftauchte, dann aber mit dem Abschluss zu lange zögerte (88.). So musste letztlich doch noch eine heikle Situation überstanden werden, als die gefährlich geschlagene butterweiche Flanke von Kelbel von der rechten Seite an die Torlatte flutschte, aber auch kein Lüneburger zum Nachsetzen zur Stelle war (90.+2). So blieb es beim – gemessen an den klaren Chancen – wohl eher glücklichen, letztlich aber aufgrund der reiferen Spielanlage auch nicht unverdienten Flensburger Sieg.

Bei den Gastgebern fielen vor allem in der zweiten Halbzeit Spielmacher Isitan und Angreifer Claus positiv auf. Unsere Mannschaft hatte hingegen im Routinier und Torschützen Christian Jürgensen sowie erneut Patrick Thomsen ihre besten Akteure. Zudem hinterließ Torhüter Florian Kirschke einen sehr sicheren Eindruck.

Schon in vier Tagen (Sonntag, 02.04.2017, 14 Uhr) geht es im Punktekampf der Regionalliga Nord mit dem Gastspiel unserer Mannschaft beim TSV Havelse weiter. Die Garbsener zeigten sich am Dienstagabend beim 3:1-Auswärtssieg auf der Lübecker Lohmühle ebenfalls bestens gerüstet für das Spitzenspiel, sodass im engen Wilhelm-Langrehr-Stadion ein heißer Tanz zu erwarten ist.

Weiche: Kirschke – Argyris, Walter, Jürgensen (Kap.) – Hasanbegovic, Thomsen – Guder (V), Can (68. Arndt), Schmidel de Freitas (90. K. Schulz), Ilidio – Wulff (V/90.+3 Safo-Mensah).

Tor: 0:1 Jürgensen (79.).

Zuschauer: 310, darunter ca. 15 Flensburger, auf dem Heinrich-Langeloh-Platz, Bardowick bei Lüneburg.

Schiedsrichter: Philip Roedig, konsequent, mit erfreulich klarer Linie, von der er sich bei vielen Zweikampfbewertungen auch nicht abbringen ließ.

Patrick Thomsen zeigte auch in Lüneburg eine starke Leistung.