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Spektakulärer Heimsieg gegen den jungen HSV

  Spielinfo

Mit einem schwer erkämpften 5:3-Heimsieg gegen den Hamburger SV II hat sich unsere Mannschaft am Sonntag bei regnerischem Wetter den zweiten Tabellenplatz vom VfB Lübeck zurückerobert. Die Partie vor leider nur 462 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion an der Bredstedter Straße war durchgängig unterhaltsam, über weite Strecken gutklassig und zumindest in den ersten 45 Minuten spektakulär. Sie hätte jedenfalls mehr Besucher verdient gehabt. Trainer Jurgeleit wechselte gegenüber dem 2:1-Auswärtssieg in der Vorwoche beim VfB Oldenburg nur einmal in der Startelf. Für Fabian Arndt begann Thiago Schmidel de Freitas. Anders als in Oldenburg war bei dieser Partie aber sofort Feuer drin. Dafür sorgte zunächst in erster Linie der Gast aus Hamburg, der mit viel Angriffselan die Defensive des ETSV prüfte. Unsere Mannschaft fand kaum Zugriff auf die quirligen, ballsicheren Spieler des HSV, der vor allem über seine linke Angriffsseite immer wieder Löcher in die Weiche-Abwehr riss. Nachdem die Gäste bereits früh eine gute Torchance liegenließen (2.), gingen sie alsbald in Führung. Jannis Pläschke wollte im eigenen Strafraum klären, traf dabei einen heraneilenden Hamburger; den berechtigten Foulstrafstoß verwandelte Kapitän Strompen zum 0:1 (9.). Mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze traf unser Kapitän Fiete Sykora beinahe im Gegenzug zwar zum Ausgleich (14.), aber die U21 des HSV hatte sofort eine Antwort parat. Die Hamburger hatten in der Flensburger Spielfeldhälfte erneut zu viel Platz, Knoell zog aus 18 Metern ab, traf den Innenpfosten, von wo die Kugel über die Torlinie trudelte (16.). Unsere Mannschaft hatte große Mühe, weil das schnelle Spiel der Gäste immer wieder für Gefahr sorgte. Zwar traf Ilidio Pastor Santos mit einem schönen Schlenzer in den oberen Torwinkel zum zweiten Ausgleich (27.), doch auch hier schlug der junge HSV erneut postwendend zurück. Ein Eckball sorgte für viel Verwirrung in unserem Strafraum, der kräftige Jatta schaltete am schnellsten, bugsierte die Kugel zum 2:3 über die Linie (30.). Angesichts der Spielstärke der Elbestädter war der 3:3-Pausenstand aus Weiche-Sicht schon beinahe das Beste. René Guder hatte einen Freistoß aus gut 22 Metern, halblinke Position, direkt verwandelt, wobei der Schuss über die Mauer nicht ganz unhaltbar aussah (44.). Dreimal lagen die Hamburger vor der Pause vorn, dreimal gelang unserer Mannschaft in einer spektakulären und höchst unterhaltsamen ersten Halbzeit der Ausgleich. In der Pause reagierte Trainer Daniel Jurgeleit, brachte mit Leon Pascal Kroiß für Thiago Schmidel de Freitas einen gelernten Außenverteidiger. Dafür rückte Patrick Thomsen auf die Sechs neben Nedim Hasanbegovic und Kevin Schulz ebenfalls eine Reihe nach vorn neben René Guder in den Angriff. Und die Umstellungen zeigten gleich Wirkung. Unsere Mannschaft konnte das erste Mal in dieser Partie richtig Druck aufbauen. Eine mustergültige Flanke von Ilidio Pastor Santos vom linken Flügel an den Fünfmeterraum köpfte Fiete Sykora vor HSV-Torhüter Mickel zur erstmaligen Führung des ETSV ein (50.). Nun hatte sich das Geschehen gedreht. Der Gast musste das Spiel machen, unsere Elf konnte kontern. Eine solche Kontergelegenheit nutzte René Guder mit einem wunderbaren Zuspiel von der rechten Außenseite in den Lauf von Kevin Schulz, der die Kugel aus zentraler Position zum 5:3 in die Maschen setzte (65.). Auch danach gab die junge Elf von Gästetrainer Kunert nicht auf. Aber den Hamburgern fehlten nun die klaren Aktionen und die Leichtigkeit der ersten Halbzeit. Unsere Mannschaft hatte sich deutlich stabilisiert, ließ defensiv nicht mehr allzu viel zu, sodass sie den Sieg relativ sicher nach Hause bringen konnte. In der Schlussphase fehlte es hier und da an der Genauigkeit, um vielleicht sogar noch einen sechsten Treffer zu erzielen. So lief der eingewechselte Fabian Arndt in der Nachspielzeit auf HSV-Torhüter Mickel zu, doch er scheiterte an diesem (90.+1). Während sich beim HSV II vor allem die Offensivkräfte Knoell (Nr. 9) und Jatta (Nr. 16) sowie Abwehrchef Oschkenat (Nr. 5) die besten Noten verdienen konnten, überzeugte unsere Mannschaft durch intakte Moral, eine deutliche Steigerung und große Geschlossenheit. Am kommenden Sonntag (05.03.2017, 14 Uhr) muss unsere Mannschaft zum Landesderby nach Eichede. Der letztjährige Meister der Schleswig-Holstein-Liga steht zwar auf dem letzten Tabellenplatz, scheint aber inzwischen in der Regionalliga angekommen zu sein. Bei Hannover 96 II gelang vor kurzem ein 2:1-Sieg, danach wurde Mitaufsteiger Lupo Martini Wolfsburg daheim sogar mit 3:0 bezwungen. Da war die 1:3-Niederlage an diesem Spieltag bei Braunschweig II ein eher unerwarteter Rückschlag im Abstiegskampf. So einfach wie beim Hinspiel, das unsere Elf nach starker erster Halbzeit leicht und locker mit 5:0 gewinnen konnte, wird es im Ernst-Wagener-Stadion diesmal mit Sicherheit jedenfalls nicht werden. Weiche: Kirschke – Thomsen, Argyris, Walter – Hasanbegovic, K. Schulz (77. Arndt/V) – Pläschke, Sykora (Kap.), Ilidio – Guder (89. Can), de Freitas (46. Kroiß). Tore: 0:1 Strompen (9., Strafstoß), 1:1 Sykora (14.), 1:2 Knoell (16.), 2:2 Pastor Santos (37.), 2:3 Jatta (30.), 3:3 Guder (44.), 4:3 Sykora (50.), 5:3 K. Schulz (65.). Zuschauer: 462 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche. Schiedsrichter: Theodor Potiyenko, ohne spielentscheidende Fehler, allerdings mit Problemen in der Bewertung von Zweikampfsituationen.